Corona: Wie kommen Optiker-Fachgeschäfte gesund durch die Krise?

Corona: Wie kommen Optiker-Fachgeschäfte gesund durch die Krise?

(Stand: 26.03.2020) Sie kam plötzlich und massiv: Die Pandemie "Corona virus disease 2019" (kurz COVID-19) belastet auch Optiker und ihr Ladengeschäft. Was gilt es jetzt zu beachten?

Zu den betrieblichen Auswirkungen der Corona-Krise hat der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) ein Infoblatt herausgegeben. Die wichtigsten Tipps auf einen Blick:

  • Sollten Behörden anordnen, dass Ihr Betrieb vorübergehend geschlossen wird, müssen Sie als Betriebsinhaber den Lohn fortzahlen. Der ZVA rät, in diesem Fall Betriebsferien für maximal zwei Wochen anzuordnen.
  • Ausgefallene Arbeitszeiten müssen nicht nachgearbeitet werden.
  • Entscheiden Sie als Betriebsinhaber, Ihr Geschäft zum Schutz der Mitarbeiter vorübergehend zu schließen, behalten diese ebenfalls weiterhin ihren Lohnanspruch (auch wenn sie nicht arbeiten können).
  • Auch dann müssen ausgefallene Arbeitszeiten nicht nachgearbeitet werden.
  • Für alle Arten der Betriebsschließung gilt: Bürokräften können Sie das Homeoffice anbieten. Von den übrigen Arbeitnehmern können Sie verlangen, dass diese ihre Überstunden abbauen.
  • Muss ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin wegen Krankheitsverdacht in Quarantäne, besteht Lohnfortzahlungsanspruch in gleicher Höhe.

Hinsichtlich der Hygienemaßnahmen empfiehlt der ZVA folgendes (Quellen: zva.de und euro-focus.de):

  • Ein Erkrankter, der hustet oder niest, verbreitet feine Tröpfchen in seiner unmittelbaren Umgebung, die sich auf umliegenden Oberflächen ausbreiten.
  • Auch in der Atemluft der Erkrankten sind Viren enthalten. 
  • Deshalb: Kundenkontakt minimieren. Verschieben Sie Neuanpassungen von Kontaktlinsen oder vergrößernden Sehhilfen sowie Brillenverkäufe.
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei der Kontaktlinsenanpassung, bei der Refraktion sowie bei der optometrischen Untersuchung.
  • Tragen Sie einen geeigneten Mundschutz (auch wenn umstritten ist, wie wirksam dieser tatsächlich ist).
  • Desinfizieren Sie Ihre Hände regelmäßig nach jedem Kundenkontakt.
  • Waschen Sie regelmäßig und gründlich (mindestens 20 Sekunden) Ihre Hände mit Seife - vor allem vor und nach dem Kontakt mit Kunden.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln. 
  • Niesen und husten Sie in ein Taschentuch oder in die Armbeuge - von anwesenden Personen abgewandt.
  • Reinigen und desinfizieren Sie regelmäßig alle Oberflächen.

Zum Thema Hygiene ergänzt optikernetz.de:

  • Reinigen Sie permanent Ihre Messgeräte.
  • Ultraschallreinigung ist keine Desinfektion: Das Wasser sollten Sie nach jeder Reinigung von Kundenbrillen erneuern.

eyebizz.de bietet Hinweise zum Thema "Corona-Virus: Über Augen, Brillen und Kontaktlinsen".

Corona-Krise: Welche Hilfen gibt es für Unternehmen?

Aktuell gilt es, die Zahl der Neuinfektionen drastisch zu verringern, um Risikogruppen (Personen ab 60 Jahren und/oder mit gravierenden Vorerkrankungen) dank ausreichender Krankenhaus-Kapazitäten garantiert versorgen zu können.


Dies erfordert Disziplin und einen langen Atem - und ist verbunden mit der Aussicht, in den kommenden Monaten schrittweise zur Normalität zurückkehren zu können.


Hinsichtlich der Belastungen für Unternehmen wird Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit den Worten zitiert: „Wir tun alles, damit kein gesundes Unternehmen schließen muss.“ Einen Überblick zu den staatlichen Hilfsmaßnahmen für Unternehmen aller Größen bietet der Online-Auftritt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Der ZVA bietet Informationen zu folgenden Themen:

euro-focus.de bietet ein FAQ zum Thema Kurzarbeitergeld.

Und der DOZ-Verlag informiert zu folgenden Themen:

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