Wie ungesund ist blaues Licht tatsächlich?

Wie ungesund ist blaues Licht tatsächlich?

Es gilt: Blaues Licht am Abend ist ungesund für die Augen und verhindert ein schnelles Ein- und gesundes Durchschlafen. Stimmt das? Und wie kann eine Brille mit Blaulichtfilter helfen?


Natürliches blaues Licht

Seinem natürlichen Instinkt folgend, richtet sich der Mensch nach den Sonnenstunden. Im Tageslicht ist der Blauanteil sehr hoch. Dieser Bereich wird HEV-Licht oder hochenergetisches sichtbares Licht genannt. In Maßen ist HEV unschädlich. Vielmehr benötigt es unser Körper, um entsprechende Hormone auszuschütten und uns wach und einsatzfähig zu machen. Ist es hell, werden wir aktiv. Denn das Schlafhormon Melatonin wird gedrosselt. Geht die Sonne unter, wird hingegen das Schlafhormon ausgeschüttet. Unser Körper reagiert automatisch mit Müdigkeit. Durch das Zu- und Abnehmen des Blauen Lichts entsteht der Tages-Nacht-Rhythmus.


Schlecht Sehen durch künstliches blaues Licht?

Also ist blaues Licht doch nicht ungesund? Jein! Unser Körper braucht natürliches blaues Tageslicht. Wir leben jedoch umgeben von unnatürlichen Lichtquellen und sind viel mehr künstlichem blauen Licht ausgesetzt. Und dieses Licht sendet dem Körper falsche Signale. Nämlich: Bleib wach.

LED-Energiesparlampen, PC-Bildschirme, Handy, Fernseher oder E-Book: Grelles Licht am Abend wirkt sich negativ auf unseren Schlaf aus. Durch eine intensive Nutzung dieser Geräte vermehrt sich aufgrund der LED-Hintergrundbeleuchtung der Displays die aufgenommene HEV-Strahlung. Das starre Schauen auf den Bildschirm unterstützt dies. Der Effekt steigt nochmals, wenn das Umgebungslicht gering ist: beispielsweise beim abendlichen Handycheck ohne Zusatzbeleuchtung. Denn im Dunkeln weiten sich die Pupillen und nehmen somit noch mehr HEV-Strahlen auf.

Blaulichtfilter sollen die abendliche Nutzung von elektronischen Geräten schonender für die Augen machen. Eine Forschergruppe plädiert jedoch dafür, dass weniger die Farbe des Lichts, sondern die Helligkeit ausschlaggebend sei.

Neueste Erkenntnisse zum blauen Licht

Timothy Brown und seine Kollegen von der University of Manchester fragten sich, warum gerade blaues Licht am Abend stören soll. Bei jedem Sonnenuntergang verschieben sich schließlich die Anteile des natürlichen Lichtspektrums deutlich in den Blaubereich. Die blaue Stunde würde also bei tagaktiven Lebewesen deren innere Uhr noch einmal hochkurbeln. Wie werden also die Lichtreize unterschiedlicher Farben im Körper umgesetzt? Neben den Zapfen und Stäbchen gibt es einen dritten Lichtrezeptor im Auge: die fotosensitiven Ganglienzellen. Sie reagieren auf die Umgebungshelligkeit. Diese Signale übermitteln die Ganglienzellen dann an die Schaltzentralen der inneren Uhr, die den Tag-Nacht-Rhythmus beeinflussen. Besonders bei blauem Licht werden die angeschlossenen Neuronen aktiviert. Daher stammt die Erkenntnis, dass gerade Blaulicht die Aktivität am Abend steigert.

Und auch die Zapfen steuern Signale bei. So entsteht aus dem farbabhängigen Input der Zapfen und den Informationen der Ganglienzellen ein gemeinsames Signal. Unterschiedliche Lichtfarben haben demnach ähnliche Auswirkungen auf die innere Uhr. Brown geht daher davon aus, dass die Helligkeit einen deutlich größeren Einfluss auf den schlafstörenden Effekt hat als die Lichtfarbe. Technische Blaulichtfilter bei Smartphone und Co. sind demnach nur hilfreich, wenn sie auch die Helligkeit dimmen.

Blaulichtfilter-Brillen gegen schlechtes Sehen

Technik der Filterbrillen: Blaulichtfilter-Brillen, auch Blaufilter-Brillen genannt, filtern schädliche HEV-Strahlen und vermindern so die Aufnahme des blauen Lichts. Eine spezielle, meist leicht gelbliche Beschichtung verhindert, dass die blaue Strahlung in den Wellenlängen oberhalb von 400 Nanometern in das Auge dringt.

Nutzen von Blaufilter-Brillen: Mit einer Blaulichtfilter-Brille können Sie Ermüdungserscheinungen Ihrer Augen beim Arbeiten oder Spielen am Computer vorbeugen und Ihre Augen vor den negativen Einflüssen unnatürlicher Lichtquellen schützen. Ermüdungssymptome wie Augentränen oder Brennen wird deutlich reduziert.

Außerdem hilft eine entsprechende Brille wie wellnessPROTECT Ihrem Körper, sich natürlich auf die Nachtruhe einzustellen. Indem das Blaulicht gefiltert wird, steigt der Malatoninspiegel und der natürliche Prozess der Müdigkeit setzt ein.


Einsatzempfehlungen für Brillen mit Blaulichtfilter

  • Computer-Arbeit: Schonen Sie Ihre Augen an Ihrem Bildschirmarbeitsplatz oder wenn Sie privat mehrere Stunden vor einem Computer verbringen.
  • Fernsehen: Sie schauen lange und viel Fernsehen? Dann sorgt neben einer angemessenen Beleuchtung eine Blaulichtfilter-Brille dafür, dass Ihr Körper trotzdem in seinen Ruhezustand wechseln kann.
  • Unterhaltungselektronik: Sie nutzen Computerspiele, Tablet, E-Book-Reader oder Smartphone? Die Displays all dieser Geräte strahlen vermehrt Blaulicht ab, wellnessPROTECT filtert dieses.
  • Computerspiele: Brillen mit Blaulichtfilterbeeinträchtigen das Spielvergnügen nicht. Nutzen Sie daher den Schutz beim Spielen, um Ihre Augen effektiv zu schonen.

Wir empfehlen Blaulichtfilter-Brillen, wenn Sie viel Zeit vor unnatürlichen Lichtquellen verbringen oder wenn Sie Probleme haben, Ihren natürlichen Schlafrhythmus zu finden.

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