Rückblick auf die "Woche des Sehens"

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Die Aufklärungskampagne "Woche des Sehens" ist beendet. Bundesweit fanden zahlreiche Aktionen unter dem Motto „Nach vorne schauen" vom 8. bis 15. Oktober statt. 

Bei der bereits 18. "Woche des Sehens" ging es bunt zu: Ein Mix aus Expertenmeinungen und persönlichen Schicksalen brachte dem Zuschauer, Leser und Hörer acht Tage lang das große Thema Sehen näher. Doch nicht nur über das Sehen an sich wurde berichtet. Vielmehr wurden die Herausforderungen mit einer Sehschwäche oder gar beim Sehverlust dargestellt. Besonders die Neuerungen in der Diagnostik und Behandlung von Augenkrankheiten waren interessant.

Zu diesem Thema hatte der Informationsfilm "Chancen sehen - Risiken erkennen" Premiere. Der Kurzfilm beleuchtet Innovationen wie Sehtests per Smartphone, Digitalisierung in der Augenheilkunde und dreidimensionale Bilder der Netzhaut. Sie können sich den Film noch in der Infothek ansehen: https://www.woche-des-sehens.de/infothek/filme/chancen-sehen-risiken-erkennen

Doch nicht nur beim Informationsfilm, sondern während der gesamten "Woche des Sehens", standen Themen zur Zukunft der Diagnostik und Behandlung im Zentrum: So wurde die Optische Kohärenztomographie (OCT) als eine Innovationskraft in der Augenheilkunde vorgestellt. Experten wie Professor Hans Hoerauf, Direktor der Augenklinik der Universität Göttingen, erklärten die Neuerungen. Durch die Bilder der OCT erhalten die betreuenden Ärzte wertvolle Informationen, um Netzhauterkrankungen effektiv behandeln zu können. Mithilfe der neuen Methoden sind immer detailliertere Blicke ins Augeninnere möglich. Somit erweitert sich auch das Wissen über Augenkrankheiten und fundierte Therapieentscheidungen können vorangebracht werden.

Eine weitere Neuentwicklung ist die Gentherapie, die eine erbliche Augenkrankheit behandelt. Und auch künstliche Intelligenz (KI) kann in der Augenheilkunde eingesetzt werden. Computeralgorithmen-basiert unterstützt KI bei der Diagnosestellung und der Therapieentscheidung: Unter anderem indem Bilder, die mit der OCT gemacht wurden, automatisiert ausgewertet werden.

Neben dem laufenden Programm bot die Website Informationen, Wissenswertes und persönliche Geschichten. In diesem Jahr wurden hier erstmals Augenkrankheiten thematisiert. So konnte man beispielsweise über Probleme mit trockenen Augen lesen, das Schicksal einer blinden Lehrerin kennenlernen oder die Bedeutung der richtigen Beleuchtung für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen erfahren.

Trotz aller Innovationen und computerbasierten Methoden resümieren die Experten der "Woche des Sehens" jedoch: Die fachärztliche Kompetenz der Augenärzte, die diese neuen Werkzeuge zum Wohle ihrer Patienten nutzen, bleibt unverzichtbar. Denn neben all der Technik handelt es sich bei der Diagnostik und Behandlung des Patienten um einen Menschen.

Wenn Sie sich mit den Themen der "Woche des Sehens" noch einmal beschäftigen wollen, finden Sie Berichte, Filme und Radiobeiträge unter: https://www.woche-des-sehens.de/.

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