Arbeitsplatzbeleuchtung leicht gemacht

Beschwerden vorbeugen

Beschwerden vorbeugen

Viele Menschen klagen zumindest zeitweise über Sehbeschwerden während der Arbeit – vor allem Personen, die viel Zeit vorm Bildschirm verbringen, haben mit Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen und anderen Problemen zu kämpfen. In vielen Fällen ist unzureichende oder falsche Beleuchtung ein Auslöser von solchen Beschwerden. Wir haben für Sie ein paar Hinweise zusammengestellt, die helfen, Ihren Arbeitsplatz optimal auszuleuchten.

Zu hell, zu dunkel, zu kontrastreich, zu kontrastarm – Ursachen

Die Lichtverhältnisse in Büroräumen können auf verschiedene Art und Weise Beschwerden verursachen – sowohl ein zu helles als auch ein zu dunkles Umfeld, sowohl große Helligkeitsunterschiede als auch allzu monotone Beleuchtung können Probleme verursachen.

Große Helligkeitsunterschiede am Arbeitsplatz führen etwa dazu, dass die Augen durch die ständige Anpassungsleistung schneller Ermüden. Besonders Bildschirmarbeiten, die schnelle Blickwechsel zwischen Bereichen mit unterschiedlicher Helligkeit erfordern, sind hier als Auslöser zu nennen. Allerdings leidet bei einer allzu monotonen Beleuchtung zum Beispiel das räumliche Sehen.

Man unterscheidet zwischen dem unmittelbaren, näheren Arbeitsumfeld (Bildschirm, Tastatur, Schreibtisch) und dem weiteren Arbeitsumfeld. Die Leuchtdichte im Nahbereich sollte bei etwa 200 bis 70 cd/m2 (Candela pro Quadratmeter) liegen, die im weiteren Arbeitsumfeld bei 200 bis 20 cd/m2 . Die Leuchtdichte einer Umgebung nimmt das menschliche Auge übrigens als die Helligkeit der ihn umgebenden Flächen wahr. Eine Leuchtdichte von 200 cd/m2 wird von ca. 600 Lux Beleuchtungsstärke erzeugt.

Den Bildschirm richtig aufstellen

Häufig treten mehrere Probleme in Kombination miteinander auf. Allerdings können Blendungen durch das Beachten einiger Regeln weitestgehend vermieden werden. Vor allem ist entscheidend, wie der Schreibtisch bzw. Bildschirm ausgerichtet ist; die Blickachse sollte immer parallel zum Fenster ausgerichtet sein, um Spiegelungen auf dem Bildschirm zu vermeiden oder nicht durch Gegenlicht geblendet zu werden. Ob dennoch zu viel Licht auf den Bildschirm fällt, lässt sich mit einem Test feststellen: Bei ausgeschaltetem Bildschirm werden alle Lichtquellen eingeschaltet – ist auf der Bildschirmoberfläche eine Reflexion zu sehen, muss entweder der Bildschirm oder das reflektierte Leuchtmittel so verrückt werden, dass die Reflexion verschwindet. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass reflexionsarme, matte oder seidenmatte Oberflächen im Büro verwendet werden, um indirekte Blendungen zu vermeiden.

Beleuchtung mit Kunstlicht – Die Kombination macht’s

Da in den meisten Fällen das Tageslicht nicht ausreicht, muss über ein Beleuchtungssystem mit Kunstlicht nachgedacht werden; bei der Wahl der Leuchtmittel sollte beachtet werden, dass Halogenlampen häufig Direktblendungen und Leuchten, die ihr Licht gebündelt nach unten abstrahlen, Reflexblendungen verursachen. Was die Lichtfarbe angeht, sollte möglichst auf Vollspektrumlampen zurückgegriffen werden, um die Augen nicht unnötig zu belasten. Halogenleuchten stellen zudem eine weitere Herausforderung dar, da sie in Wechselstromfrequenz flimmern, was von vielen Menschen als unangenehm und ermüdend empfunden wird. Hier können allerdings elektronische Vorschaltgeräte zum Einsatz kommen, die die Wechselstromfrequenz so weit erhöhen, dass das Flimmern vom menschlichen Auge nicht mehr wahrgenommen werden kann.

Für die künstliche Beleuchtung ist ein kombiniertes Konzept ratsam: Das Kunstlicht sollte sich aus der direkten Allgemeinbeleuchtung – meist Rasterspiegelleuchten an der Decke, die einzeln schaltbar sein sollten ­–, indirekter Allgemeinbeleuchtung, bei der die Helligkeit über das Anstrahlen von Decke oder Wand erzeugt wird, und Einzelplatzleuchten zusammensetzen. Vorsicht: Einzelplatzleuchten sollen zwar individuelle Lichtbedürfnisse befriedigen – so steigt etwa der Lichtbedarf mit dem Alter –, dürfen aber niemals als alleinige Lichtquelle genutzt werden und sollten möglichst weit seitlich am Arbeitsplatz angebracht werden, um Bildschirmreflexionen zu vermeiden.

Übrigens hat auch Eschenbach Optik eine Auswahl an Tisch- und Stehlampen im Angebot, die sich in einem solchen kombinierten Beleuchtungssystem nutzen lassen. Sie finden Sie im Produktbereich des Eschenbach Partner-Portals.

Weiterführende, ausführliche Informationen zum Thema Beleuchtung und Bildschirmarbeit finden Sie hier.

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